Zinsen bleiben auf Jahre hinaus sehr niedrig

Geposted von Walter Feil am

Dr. Klaus Wiener ist Chefvolkswirt des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Er kennt die Sorgen und Nöte der deutschen Versicherungsunternehmen sehr genau. Im jüngsten Newsletter des GDV vom Januar 2016 erläutert Dr. Wiener seine Erwartungen zur Konjunktur, zur Politik der EZB und zu den Chancen, demnächst wieder bessere Erträge mit Anleihen zu erzielen.

Niedrige Zinsen treffen jeden, der „für später“ vorsorgen will

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: niedrige Zinsen treffen uns alle.

  • Die Zinserträge auf Bankkonten gleichen die Inflationsrate nicht mehr aus.
  • Die Zinserträge für Anleihen von Schuldnern bester Bonität liegen ebenfalls unter der Inflationsrate. Bei deutschen Staatsanleihen liegen die Zinserträge bei kurzen Laufzeiten derzeit sogar unter Null! Dies bedeutet: wenn wir eine solche Anleihe kaufen, müssen wir noch Geld dafür bezahlen, dass der deutsche Staat unser Geld verwahrt und die Rückzahlung garantiert!
  • Die Zinserträge für Anleihen von Schuldnern minderer Bonität liegen höher. Dafür stehen wir mit „HighYield-Anleihen“ im Risiko, dass der Emittent insolvent wird und die Rückzahlung teilweise oder sogar ganz ausfällt. In den USA erleben wir diese Entwicklung gerade massenhaft mit den Anleihen zahlreicher Fracking-Unternehmen, die weder Zins noch Rückzahlung leisten können, weil sie ihre milliardenschweren Investitionen aufgrund der dramatisch zurückgegangenen Ölpreise nicht mehr zurückverdienen können.

„Geld“ auf Konten anzulegen liefert keine Rendite mehr. Für eine Reserve zur kurzfristigen Verwendung spielt dies keine so große Rolle. Wenn es jedoch darum geht, eine Versorgung „für später“ aufzubauen, ist das Anlage-Ergebnis im Zeitalter der Niedrigzinsen deutlich magerer als von früher gewohnt. Wir müssen deswegen Alternativen finden, um für den langfristigen Vermögensaufbau trotz niedriger Zinsen eine akzeptable Rendite zu erwirtschaften.

Die klassische Lebens- und Rentenversicherung wird tot-reguliert

Im Februar 2015 befragte der GDV drei Finanzvorstände nach ihren Rezepten gegen den Niedrigzins.

  • Wolfgang Weiler (HUK-COBURG) hat als Folge des Niedrigzinses „die Allokation nur leicht verändert“.
  • Dr. Torsten Utecht (Generali) „scheut bei Aktien die Abschreibungsrisiken“. Aktien können zwar sehr wohl gut performen. Die Risiken können sich jedoch sehr schnell in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung negativ niederschlagen. Dr. Utecht verweist darauf, dass das Versicherungsunternehmen (VU) „nun mal zum Bilanzstichtag bewerten und die Bücher zumachen“ muss. (Auf dieses Problem aller VU kommen wir noch ausführlicher zurück.)
  • Dr. Volker Heinke (LVM) konzentriert die Anstrengungen darauf, „das Portfolio noch breiter zu streuen“. Außerdem will er das Investment im Bereich Photovoltaik und Windenergie ausbauen und im Rahmen der Risikotragfähigkeit dividendenstarke Aktien ins Portfolio nehmen. (Auf die einschränkenden Vorschriften der Überwachungsbehörden kommen wir noch zurück.)

Etwa 1,2 Billionen Euro (das sind 1.200 Milliarden Euro) Anlagevolumen liegt in den Büchern der deutschen Versicherer. Über 88 % davon liegen in Rentenpapieren, wie der GDV am 2.2.2015 auf seiner Webseite veröffentlichte.

Die Angaben über die tatsächliche Allokation der Vermögenswerte stehen in krassem Gegensatz zu den Auskünften, welche Investments sich als besonders ertragreich erwiesen haben.

  • Dr. Weiler freut sich besonders über ein Immobilien-Investment am Frankfurter Flughafen, das „sehr rentabel“ ist.
  • Dr. Utecht „ist besonders stolz auf die Private-Equity-Investments“, die die Assetmanager in den letzten drei Jahren getätigt haben, weil sie eine sehr gute Wertentwicklung geliefert haben.
  • Dr. Heinke erwartet von dem Investment in eine Rehaklinik eine gute Rendite.

Die Frage ist nun: Wenn Anleihen für die nächsten Jahre nicht als besonders rentabel erscheinen, Immobilien, Private-Equity-Investments und Aktien aber schon als Vermögensanlagen mit einer langfristig guten Entwicklung eingeschätzt werden: warum investieren die deutschen Versicherungsunternehmen dann nicht mehr in diese langfristig rentableren Anlageklassen?

Die Erklärung ist ganz einfach: Wie Dr. Utecht erläuterte, muss jedes VU seine Vermögenswerte am Bilanzstichtag bewerten. Dies ist eine extrem kurzfristige Kontrolle des Anlage-Ergebnisses, alle zwölf Monate. In regulierenden Vorschriften der Aufsichtsbehörden engen den Spielraum der deutschen VU extrem stark ein. Wertschwankungen sind nicht gewünscht. Kursschwankungen von Aktien werden als Risiko angesehen, für das eine hohe Quote von Eigenmitteln vorgehalten werden muss. Und wenn es tatsächlich einmal stärkere Wertschwankungen nach unten gibt, besteht das Risiko, dass die Aufsichtsbehörden den Abbau von Aktieninvestments erzwingen.

Die Erfahrung aus dem Jahr 2003 sitzen noch tief. Als seinerzeit der DAX auf 3.300 Punkte gefallen war, war der damalige BaFin-Präsident gemäß einer Meldung in „Die Aktien-Börse“ vom 23. 1. 2016 der Auffassung, dass die Aktien-Investments auf einen DAX von 800 abzustellen sei. Vermutlich hat dies den letzten Schub nach unten auf 2.200 mit verursacht. Heute steht der Dax mehr als viermal so hoch.

So zwingt die Regulierung zu einem extrem kurzsichtigen Anlageverhalten: statt in Zeiten der Baisse im Aktienmarkt zu investieren und damit den Grundstein für einen guten Wertzuwachs für die darauf folgenden zehn, zwanzig und dreißig Jahre (wir reden über den langfristigen Aufbau von „Vermögen für später“!) zu legen, müssen alle VU darauf achten, vor allem die Wertschwankungen in ihren Vermögensanlagen gering zu halten. Solange Anleihen noch fünf und mehr Prozent Zinsertrag lieferten, konnten die Kunden der VU damit noch leben. Im Zeitalter des Niedrigzinses (Bundesanleihen mit Negativ-Zins!) funktioniert dies aber nicht mehr.

Die Alternative: legen Sie Ihren Anlagemix selbst fest

Alle VU halten allerdings schon lange eine Alternative bereit, mit der Sie diesem Regulierungs-Wahn entkommen können. Das sind die „fondsgebundenen“ Lebensversicherungen, bei denen jeder einzelne Kunde seine eigene Vorstellung über die Zusammensetzung des Anlagemixes verwirklichen kann.

Wenn Sie eine betont vorsichtige Allokation wünschen, wählen Sie Fonds und ETFs (Exchange Traded Funds = börsengehandelte Indexfonds), die diesen Anlagemix darstellen. Damit können Sie sich ein Portfolio zusammenstellen, das dem von den Regulierungsvorschriften erzwungenen Anlagemix der klassischen Versicherungstarife sehr nahe kommt – wenn Sie dies tatsächlich wünschen. Sie können genauso gut einen stark aktienorientierten Anlagemix wählen, was vor allem Vorteile erwarten lässt, wenn

  1. noch eine sehr lange Anlagezeit bis zum Beginn von Auszahlungen zu erwarten ist
  2. die Aktienkurse mal wieder „eine Schwankung nach unten“ vollzogen haben, wie dies per Januar 2016 der Fall ist
  3. und wenn Sie Nervenstärke und eine klare Vision haben, diese Schwankungen nicht immer nur als „Risiko“, sondern als immer wiederkehrendes Pendeln um eine durchschnittliche Wertentwicklung akzeptieren, die langfristig zu einer besseren Wertentwicklung führt als ein Investment in Niedrigzins-Anleihen.

Der Vorteil: Sie gestalten Ihren ganz persönlichen Vertrag

Mit einer fondsgebundenen Versicherung entkommen Sie dem Einheitsbrei der kollektiven Standard-Vermögensanlage. Wenn das VU jeden Monat  Auszahlungen aus seinem Deckungsstock leisten muss, weil jeden Monat einige Tausend Verträge fällig oder gekündigt werden, sollte die Wertentwicklung dieses Kollektiv-Vermögens tatsächlich keinen großen Schwankungen unterliegen. Das Geschrei wäre groß, wenn – wie im Januar 2016 geschehen – gerade zwei Wochen vor dem Auszahlungstermin ein starker Wertrückgang eintritt.

Ihr persönlicher Vertrag läuft aber noch lange, bis zu dem Zeitpunkt, den Sie vorgesehen und geplant haben. Damit beeinträchtigt Sie der Rückgang der Aktienkurse per Januar 2016 nur sehr bedingt. Ende 2016, vielleicht etwas früher oder auch etwas später, kann der vorige Wert wieder erreicht sein. Bis zur geplanten Auszahlung aus Ihrem persönlichen Vertrag in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren wird es noch zahlreiche Wertschwankungen dieser Art geben.

Umgekehrt wird ein Vorteil daraus: Wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt Teile des Vertragsvermögens nicht im Aktienmarkt angelegt sind, könnte es nach einem Kursrückgang von Vorteil sein, eine Umschichtung vorzunehmen und die Aktienquote aufzustocken. Wenn die Wertschwankung wieder noch oben geführt hat, kann erneut eine Umschichtung vorgenommen werden, um für die nächste Kaufgelegenheit gerüstet zu sein.

Der Punkt ist: eine fondsgebundene Versicherung wird von Ihnen und Ihrem Versicherungsmakler als Unikat geführt, nach Ihren Vorstellungen, nach Ihrer Entnahmeplanung, nach Ihren Prioritäten beim Anlagemix. Damit entkommen Sie allen Regulierungsvorschriften, die sich einem individuellen Vermögensaufbau entgegenstellen.

Kostengünstig: Ein Private-Insuring-Vertrag

Diese Webseite stellt Ihnen eine sehr kundenorientierte Vertragsgestaltung vor. Wir nennen sie „Private-Insuring“. Sie ist

Wie rentabel der Vertrag auf die Laufzeit ist, entscheiden Sie auch selbst durch die Zusammenstellung des Anlagemixes in Ihrem ganz persönlichen „Privat-Insuring“ – Vertrag.

Walter Feil