Dreifache Steuerbegünstigung beschleunigt den Vermögensaufbau

Ein richtig gestalteter Private-Insuring-Vertrag wird gemäß dem deutschen Steuergesetz dreifach steuerbegünstigt. (siehe auch „gesetzliche Grundlagen“)

1. Stundung der Steuer über die gesamte Laufzeit

Solange das Vermögen im Vertrag verbleibt, wird keine Steuer auf den Vermögenszuwachs erhoben. Zins- und Dividendenerträge und auch Veräußerungsgewinne anlässlich von Umschichtungen bleiben ohne Steuerabzug im Vertrag. Dies führt zu einem schnelleren Vermögensaufbau als in einem Bankdepot, bei dem sämtliche Zins- und Dividendenerträge und auch jeder Veräußerungsgewinn zeitnah besteuert werden.

Sechs Prozent Brutto-Rendite der Vermögensanlagen in einem Private-Insuring-Vertrag bleiben sechs Prozent Netto-Rendite. In einem Depot mit laufender Abführung der Abgeltungsteuer auf alle Erträge reduzieren sich die angenommenen sechs Prozent auf nur noch 4,42 Prozent nach Steuern. *

  • 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag führen zu einer Steuerabzug von 26,375 Prozent. Die Kirchensteuer lassen wir außer Ansatz.
  • Eine angenommene Rendite von 6,00 Prozent führt damit zu einem Steuerabzug von (6,00 Prozent x 26,375 Prozent =) 1,5825 Prozent, gerundet 1,58 Prozent.
  • Die Bruttorendite von 6,00 Prozent sinkt damit auf eine „Nettorendite nach Steuer“ von nur noch 4,42 Prozent.

(*) Es ist unterstellt, dass der gesamte Wertzuwachs stets zeitnah zum Jahresschluss der Steuer unterworfen wird. In der Praxis werden Umschichtungsgewinne nicht häppchenweise jedes Jahr, sondern eher – je nach Häufigkeit von Umschichtungen – pro Einzelposition in längeren Intervallen entstehen.

Für die langfristige Vermögensentwicklung zählt nicht die Bruttorendite von (in diesem Beispiel) 6,00 Prozent, sondern nur die „Nettorendite nach Steuer“ von 4,42 Prozent. Die Grafik verdeutlicht den Unterschied: 100.000 Euro Einmalanlage wachsen bei einer Rendite von sechs Prozent innerhalb eines Anlagezeitraums von 50 Jahren auf 1.842.015 Euro – wenn keine Steuern abgezogen werden. „Nach Steuern“ (im Rechenmodell jährlich am 31.12. jedes Jahres abgezogen), ist der Vermögensstand jedoch nur 868.289 Euro.

Das bessere Ergebnis der steuerbegünstigten Vermögensanlage resultiert nicht alleine aus den eingesparten Steuerzahlungen, sondern auch aus dem höheren Vermögensstand, der zu Beginn eines jeden neuen Jahres zur Verfügung steht und neue Erträge produziert.

Grafik:
Der Verzicht auf eine Steuererhebung während der gesamten Vertragsdauer führt zu einem deutlichen Vorteil für einen steuerbegünstigten Private-Insuring-Vertrag.

Vermögensentwicklung "vor" und "nach" Steuer bei einer angenommenen Durchschnittsentwicklung von 6 Prozent Gesamt-Wertzuwachs jährlich

Vermögensentwicklung „vor“ und „nach“ Steuer bei einer angenommenen Durchschnittsrendite von 6 Prozent jährlich

Sollten wir wirklich über so lange Anlagezeiten nachdenken?

Im Bereich der privaten Vorsorge „für später“ ist es tatsächlich sinnvoll, ja sogar notwendig, über lange Anlagezeiten nachzudenken. Hierzu ein Beispiel:

  • Ein Private-Insuring-Vertrag beginnt im Alter von 40 Jahren. Es soll eine Vermögensreserve „für später“ sein.
  • Im Alter von 65 beginnt der Vertragsinhaber mit jährlichen Entnahmen von 24.000 Euro.

Wie lange sollen diese Entnahmen fortgesetzt werden? 10 Jahre, 15 Jahre oder 20 … Jahre? Soll die jährliche Entnahme dann enden? Oder erwarten wir nicht eher, dass diese Vermögensreserve einen Zuschuss zur Lebensführung über die gesamte Lebensdauer ermöglicht?

Die folgende Grafik illustriert, wie sich die im Gesetz verankerte Steuerbegünstigung auswirkt. Bleibt der Vermögenszuwachs im Vertrag steuerbegünstigt, ist die jährliche Entnahme möglich, ohne den Vermögensstock zu mindern. Wird der Vermögenszuwachs zeitnahe besteuert, führt eine gleichhohe Entnahme zu einem Abschmelzen des Vermögens. Im Alter von 81 Jahren wäre in diesem Beispiel das Vermögen vollständig aufgebraucht.

22Entnahme24TpA

Der vom Gesetzgeber gewollte Verzicht auf die zeitnahe Besteuerung des Vermögenszuwachses für Lebensversicherungen wird noch augenfälliger, wenn wir die Anlagesumme erhöhen. Eine einmalige Anlage in einem steuerbegünstigen Private-Insuring-Vertrag in Höhe von Euro 500.000 wächst bei 6 Prozent Wertzuwachs in 25 Jahren zu einem Vermögensstock von über zwei Millionen Euro. Dies ermöglicht – bei weiterhin 6 Prozent Wertzuwachs – jährliche Entnahmen von 120.000 Euro, ohne den Kapitalstock zu verringern.

23Entnahme120TpA

Die positive Auswirkung der gesetzlich definierten Steuerbegünstigung wird noch einmal deutlich, wenn wir die Kalkulation umkehren: Welche jährlichen Entnahmen wären möglich, wenn sämtliche Erträge aus der Vermögensanlage zeitnah am 31.12. eines jeden Jahres der Abgeltungsteuer unterworfen würden? Wenn der Vermögensstock nicht verringert werden soll, müssten die jährlichen Entnahmen auf die Hälfte begrenzt werden.

24Entnahme60TpA

2. Hälftige Steuerbefreiung bei Auszahlungen zu Lebzeiten

Bei einer Teilauszahlung, einer Vertragsauflösung durch Kündigung und bei Vertragsablauf zu Lebzeiten bleibt der damit realisierte Gewinn (bei Versicherungen als Unterschiedsbetrag bezeichnet) zur Hälfte steuerfrei, wenn die Auszahlung „nach 12/62“ erfolgt. „Nach 12/62“ bedeutet, dass der Vertrag 12 Jahre Laufzeit hinter sich hat und der ‚Versicherungsnehmer (VN), der die Auszahlung erhält, das 62. Lebensjahr vollendet hat. In diesem Fall bleibt die Hälfte des Unterschiedsbetrages (bei Teilauszahlungen die Hälfte des anteiligen Unterschiedsbetrages) endgültig steuerfrei. Die andere Hälfte wird dem persönlichen Einkommen zugerechnet und damit in die individuelle Steuerberechnung einbezogen.

Der Vermögenszuwachs im Private-Insuring-Vertrag heißt Unterschiedsbetrag

Gestaltungshinweis:
Ihr Private-Insuring-Vertrag sollte eine möglichst lange Laufzeit aufweisen. Damit halten Sie sich die Möglichkeit offen, Ihr Private-Insuring-Vermögen sehr lange steuerbegünstigt wachsen zu lassen. Warum sollten Sie die Auszahlung zwangsweise (z.B. bei einem vereinbarten Ablauf mit 65) erhalten? – Möglicherweise benötigen Sie zu diesem Zeitpunkt gar keine Auszahlung aus dem Vertrag. Halten Sie sich also die Entscheidung, wann Sie eine Auszahlung erhalten wollen, offen! Durch das Recht auf jederzeitige Teilauszahlung bestimmen Sie selbst, wann Sie Entnahmen durchführen. Sie können damit von Fall zu Fall Teilauszahlungen in einkommensschwachen Jahren anfordern und damit die Steuerbelastung gering halten, indem sie die dann niedrige Progressionsstufe nutzen.

Private Insuring - Teilauszahlungen mit anteiligem Unterschiedsbetrag

Beispiel gemäß obiger Grafik:
Nehmen wir an, das Vertragsvermögen hätte sich bis zum Jahr der Entnahme von 100.000 Euro Einmalprämie auf 320.714 Euro erhöht. Sie wünschen nun eine Teilauszahlung von 50.000 Euro. Die Teilauszahlung in diesem Fall entspricht 15,59 % des aktuellen Vertragswertes. Der gesamte Unterschiedsbetrag ist 220.714 Euro. Bemessungsgrundlage für die Besteuerung ist der mit dieser Teilauszahlung anteilig realisierte Unterschiedsbetrag. Dies ist 15,59 % von 220.714 Euro = 34.410 Euro. Davon bleibt die Hälfte steuerfrei. Der steuerpflichtige Teil ( 50 % von 34.410 Euro = 17.205 Euro) erhöht das persönliche Einkommen des aktuellen Jahres und unterliegt damit der individuellen Steuerberechnung. Liegt in diesem Jahr kein hohes steuerpflichtiges Einkommen  aus anderen Einkommensquellen an, führt diese Regelung zu einer niedrigen Steuerzahlung. 

3. Vollständige Steuerbefreiung im Versicherungsfall

Wenn die Auszahlung durch den Eintritt des Versicherungsfalles ausgelöst wird, bleibt die gesamte Auszahlung einschließlich aller bis dahin noch nicht besteuerten Zinsen, Dividenden und Umschichtungsgewinne endgültig steuerfrei. Diese steuerliche Vorzugsbehandlung eines Private-Insuring-Vertrages wird meiner Auffassung nach viel zu wenig beachtet. Dies mag daran liegen, dass wir alle darauf geeicht sind, Versicherungen möglichst früh zur Auszahlung zu bringen. Man möchte ja noch was haben von seinem Geld! Also muss die Auszahlung spätestens mit 65 erfolgen. Dies ist jedoch zu kurz gedacht.

Lassen Sie den Vertrag lange laufen. Je länger, desto besser! Das Versicherungsvertragsrecht in den europäischen Nachbarländern ermöglicht es, einen steuerbegünstigten Private-Insuring-Vertrage mit einer Vertragslaufzeit bis zum Alter 100 und sogar darüber hinaus zu vereinbaren. Dies ist für uns Deutsche ungewohnt, aber rechtens. Vor allem ist es steuerlich vorteilhaft.

Die lange Vertragslaufzeit bis Alter 100 führt mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit dazu, dass der Versicherungsfall (Versterben der versicherten Person) eintritt, bevor der Vertrag planmäßig fällig wird. Dann gilt, was oben unter 3. beschrieben wurde: Wenn die Auszahlung durch den Eintritt des Versicherungsfalles ausgelöst wird, bleibt die gesamte Auszahlung einschließlich aller bis dahin unversteuerten Zinsen, Dividenden und Umschichtungsgewinne endgültig steuerfrei.

Beispiel:
Nehmen wir an, Sie würden im Alter von 40 Jahren eine Einmalzahlung in Höhe von Euro 250.000 in einen steuerbegünstigten Private-Insuring-Vertrag einbringen. Dieses Vermögen stellt einen Teil Ihres liquiden Vermögens dar, das Sie als „Geld für später“ vorgesehen haben. Sie gehen aber davon aus, dass Sie dieses Vermögen nicht mehr selbst benötigen, sondern irgendwann einmal per Schenkung oder Erbschaft an Ihre Kinder und Enkel (oder beliebige andere Personen) übertragen werden. Aber eben noch nicht heute. Man weiß ja nie, welche Überraschungen das Leben noch bereithält.

Sie legen fest, dass Sie selbst sowohl Versicherungsnehmer als auch versicherte Person sind. Als Kapitalanlage für Ihr Private-Insuring-Vermögen wählen Sie ein Portfolio von ETFs und Fonds (siehe den Menüpunkt über die Auswahl von Kapitalanlagen), von dem Sie erwarten, dass langfristig ein Wertzuwachs gemäß der durchschnittlichen Wertzuwachsrate des Aktienmarktes erreicht wird. Wir kalkulieren für dieses Beispiel einen Wertzuwachs von 6,0 % jährlich nach Abzug aller Kosten. Damit entsteht bis Alter 85 ein bis dahin steuerfrei angewachsener Vermögenszuwachs von über drei Millionen Euro.

Private Insuring - 250T Euro wachsen steuerfrei

Sollte zu diesem Zeitpunkt der Versicherungsfall eintreten (= Ableben der versicherten Person), erfolgt die vorzeitige Auszahlung des Versicherungsvermögens (plus einer Zusatzleistung aus der Komponente „Risikoversicherung“) an die von Ihnen benannten Bezugsberechtigten. Ohne Versicherungsfall würde der Vertrag weiterlaufen bis zum vereinbarten Fälligkeitstermin, der in diesem Beispiel bei Alter 102 liegt.

Die steuerliche Konsequenz hieraus ist: auf den gesamten Unterschiedsbetrag (dies ist die Differenz zwischen der Einzahlung von Euro 250.000 und dem erreichten Vermögensstand von über Euro 3.400.000) wird niemals ein Euro Ertragsteuer erhoben. Damit haben Sie einen Vermögenszuwachs von über drei Millionen Euro erreicht, auf den Sie keinen Euro Steuer abführen mussten. Nicht während der Laufzeit und auch nicht anlässlich der Auszahlung. Weder Abgeltungsteuer noch Kapitalertragsteuer, auch keine Einkommensteuer.

Mir ist keine andere Art der Vermögensanlage bekannt, die steuerlich so vorteilhaft behandelt wird.

Nutzen Sie die Gestaltungsmöglichkeiten europaweit

Das Versicherungsvertragsrecht in unseren europäischen Nachbarstaaten Luxemburg und Liechtenstein ermöglicht den dort ansässigen Versicherungsunternehmen, lange Vertragslaufzeiten anzubieten. Das Steuerrecht in Deutschland stellt eine Auszahlung im Versicherungsfall steuerfrei. Gestalten Sie einen Private-Insuring-Vertrag, der diese Möglichkeiten nutzt.