Kostengünstig und transparent

Wenn Sie sich an die Empfehlungen auf dieser Website halten, können Sie die Gesamtkosten Ihres Private-Insuring-Vertrags niedriger halten als bei einer Anlage in einem marktüblichen Investmentfonds, gemessen an der TER (Total Expense Ratio = Gesamtkostenquote).

Alle Kostenpositionen im Private-Insuring-Vertrag sind transparent. Sie wissen also ganz genau,

  • was das Versicherungsunternehmen leistet und hierfür an Kosten berechnet
  • was der Versicherungsmakler leistet und wie viel er hierfür erhält
  • wie hoch die Risikoversicherung und der Prämienanteil hierfür ist
  • welche Kosten in den gewählten Vermögensanlagen entstehen und wer hieraus etwas erhält

Die größten Kostenverursacher sind meistens die Fonds

Marktübliche fondsgebundene Lebensversicherungen bieten häufig eine Auswahl von Fonds, die intern mit hohen Kosten befrachtet sind. Der Versicherungsnehmer nimmt meistens nicht wahr, welche kostentreibenden Kickbacks in den Fonds versteckt sind. Die Fachzeitschrift „Fonds professionell“ zitiert in ihrer Ausgabe 3/2015 unter der Überschrift „Überhaupt kein Durchblick“ mit Bezug auf die normale Managementgebühr von Fonds Johannes Fiala, einen Fachanwalt für Versicherungsrecht: „Sie beläuft sich meist auf ein bis zwei Prozent im Jahr. Etwa die Hälfte davon fließt bekanntlich als Bestandsprovision an den Vermittler der Fondsanteile. Und bei einer Fondspolice ist der Vermittler die Versicherung.“

Kostengünstige ETFs und „Insti“-Tranchen für den Private-Insuring-Vertrag

Für die Vermögensanlagen eines Private-Insuring-Vertrags gemäß der Empfehlung auf dieser Webseite sollten kostengünstige ETFs (Exchange Traded Funds = börsengehandelte Indexfonds) zur Verfügung stehen. Wenn Fonds zur Auswahl gestellt werden, sollte dies jeweils die kostengünstige Variante für institutionelle Großanleger (sogenannte „Insti-Tranche“) sein. In diesen Fonds gibt es keine versteckten Kickbacks, die die Kosten zu Lasten der Anleger in die Höhe treiben. Dementsprechend ist bei Investmentfonds die Gesamtkostenquote der Insti-Tranchen deutlich geringer als bei den Retail-Tranchen, die der Kunde über sein Depot bei seiner Bank, Sparkasse oder seinem Discount-Broker kaufen kann.

Umschichtungen sollten kostenfrei erfolgen. Sie sollten darauf achten, dass ETFs zum täglich festgestellten NAV (Net-Asset-Value) mit den für institutionelle Anleger üblichen geringen Handelskosten transferiert werden. Investmentfonds sollten zum NAV verkauft und auch stets zum NAV, also ohne Ausgabeaufschlag, gekauft werden. Damit können die Gesamtkosten eines Private-Insuring-Vertrages

  • inklusive der Vertragsgestaltung als steuerbegünstigte Versicherung
  • inklusive der Betreuung durch einen Versicherungsmakler
  • inklusive der Gesamtkosten eines ETF-Portfolios

geringer sein als die Gesamtkosten eines ganz normalen, marktüblichen Investmentfonds.

Gesamtkosten Private-Insuring:
günstiger als ein marktüblicher Investmentfonds

In der folgenden Grafik sind die Gesamtkosten eines kostengünstig gestalteten Private-Insuring-Vertrages der durchschnittlichen TER (Gesamtkostenquote) der beliebtesten Investmentfonds (rechts außen, rote Säule) gegenübergestellt. Die Liste der beliebtesten Investmentfonds wurde auf Grundlage der Angaben auf der Internetseite von fondsdiscount.de bezüglich der „best-selling Fonds im August 2015“ zusammengestellt. Reine Immobilienfonds blieben bei der Ermittlung der durchschnittlichen TER außer Ansatz. Für alle anderen Fonds (Aktienfonds und Mischfonds) beruhen die TER-Zahlen auf den Angaben in den FactSheets, wie sie zu den jeweiligen Wertpapierkennnummern von finanzen.net per September 2015 bereitgestellt wurden.

Ist der Private-Insuring-Tarif schlank kalkuliert, liegen dessen jährliche Gesamtkosten unter der durchschnittlichen Gesamtkostenquote der beliebtesten Investmentfonds. Der Private-Insuring-Tarif, der diesem Beispiel zugrunde liegt, ist für höhere Beitragssummen mit einer Kostendegression ausgestattet. Das Anlageportfolio wurde aus ETFs zusammengestellt, wofür eine durchschnittliche TER von 0,37 % unterstellt wurde. Diese Durchschnitts-TER entspricht den Ergebnissen einer Untersuchung von Morningstar. Dies ist auch genau die Durchschnitts-TER für das Musterportfolio, das im Kapitel „Musterportfolios“ als Portfolio 3 (lange Restanlagedauer) vorgestellt wird.

Grafik:
Vergleich der Kosten eines Private-Insuring-Tarifs, bei dem sich der Versicherungsnehmer selbst um die Überwachung seines Portfolios kümmert

Gesamtkosten eines Private-Insuring-Vertrags für erfahrene Anleger

Kostengünstig auch inklusive Portfoliobetreuung

Wenn der Versicherungsnehmer sich nicht selbst um die laufende Überwachung des Anlageportfolios kümmern möchte, kann er auf die Unterstützung verschiedener Expertengruppen zurückgreifen. Dies können Vermögensverwalter oder Anlageberater sein, denen der Versicherungsnehmer – zusätzlich zu seinem Depot – auch die Betreuung seines Private-Insuring-Vertrages überträgt.

Vorteilhaft ist es, wenn die laufende Betreuung des Anlageportfolios durch den Versicherungsmakler übernommen wird, der auch für die Vertragsbetreuung zuständig ist. Dieser Versicherungsmakler sollte über eine fundierte Erfahrung in der Anlageberatung verfügen und personell und organisatorisch so aufgestellt sein, dass er die laufende Betreuung des Portfolios zuverlässig leisten kann. Für diese Art der Zusammenarbeit könnte eine Tarifvariante des Private-Insuring-Vertrages genutzt werden, in der die Vergütung für diese Betreuungsleistung enthalten ist. Im direkten Vergleich zur obigen Darstellung ergibt sich daraus folgendes Bild.

Grafik:
Vergleich der Kosten eines Private-Insuring-Tarifs, bei dem der Versicherungsnehmer die Betreuung seines Portfolios seinem Versicherungsmakler und Anlageberater überträgt

Gesamtkosten eines Private-Insuring-Vertrags für Anleger mit Beratungsbedarf

Kostengünstige Absicherung der Todesfallleistung

Die Vermögensanlagen „für später“ im Rahmen eines Private-Insuring-Vertrags sind nur dann steuerbegünstigt, wenn im Vertrag ein biometrisches Risiko abgesichert ist (siehe auch gesetzliche Grundlagen). Die sinnvollste Alternative hierzu ist der Einschluss einer zusätzlichen Leistung im Todesfall.

Der Gesetzgeber hat in § 20 EStG Absatz 1 Ziffer 6 sehr genaue Vorgaben definiert, wie umfangreich diese Versicherungskomponente sein muss. Gefordert wird eine zusätzliche Versicherungsleistung in Höhe von zehn Prozent der Beitragssumme, wobei diese Leistung über die Laufzeit des Vertrages noch reduziert werden kann (Details siehe gesetzliche Grundlagen).

Zur Abdeckung dieser zusätzlichen Leistung stehen verschiedene Verfahren zur Kalkulation der Versicherungsprämie zur Verfügung. Dies sind zum Beispiel:

  • Gleichbleibenden Prämie
    Diese Kalkulation unterstellt, dass der Vertrag über die gesamte vereinbarte Laufzeit fortgesetzt wird. Die Prämie wird gemäß dem für die Gesamtlaufzeit kalkulierten Risiko festgelegt. Dies führt dazu, dass die Prämie in den ersten Vertragsjahren deutlich höher ist als das versicherungsmathematisch für diesen Zeitraum bestehende Risiko, in den letzten Vertragsjahren jedoch geringer. Dieses Verfahren wird häufig in den Tarifen für das Massengeschäft eingesetzt, wobei die Versicherungsunternehmen sehr wohl wissen, dass viele Verträge nicht bis zum geplanten Ablauftermin bestehen bleiben.
  • Variable Prämie
    Hier kalkuliert die Versicherung die zur Abdeckung des Risikos erforderliche Prämie jedes Jahr neu als „technisch einjährige Versicherung“, in manchen Fällen auch als „technisch monatliche Versicherung“. Dies führt dazu, dass die Risikoprämie für jedes Lebensalter gemäß der versicherungsmathematisch für dieses eine Jahr (für diesen einen Monat) kalkulierten Risikoeintrittswahrscheinlichkeit festgelegt wird.

Private-Insuring mit geringen Risikoprämien

Ein Private-Insuring-Vertrag, der die Risikoabsicherung gemäß der gesetzlich definierten Vorgabe einschließt, profitiert sehr von dem zweiten Verfahren. Die Kombination einer jährlich fallenden Risikosumme und einer Prämienkalkulation als „technisch einjährige Risikoprämie“ nutzt zwei gegenläufigen Entwicklungen, die im Zusammenspiel zu einer günstigen Prämie führen.

  1. Der Prämienfaktor ist zu Beginn des Vertrages niedrig, da das versicherungsmathematische Risiko gering ist. Der Prämienfaktor steigt während der Laufzeit, da das statistische Todesfallrisiko mit zunehmendem Lebensalter der versicherten Person zunimmt.
  2. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Prämie ist am Anfang hoch (= 10 Prozent des Einmalbeitrags), nimmt jedoch ab dem sechsten Vertragsjahr kontinuierlich ab.

Diese zwei gegenläufigen Effekte führen dazu, dass die Prämie für die eingeschlossene Risikoversicherung über die gesamte Laufzeit des Vertrags vernachlässigbar gering bleibt. Die „technisch einjährige“ (oder monatliche) Kalkulation führt am Anfang zu niedrigen Prämien aufgrund des versicherungsmathematisch geringen Risikos, am Ende ebenfalls zu niedrigen Prämien wegen der jährlich abnehmenden Bemessungsgrundlage.

Prämiensätze im Promille-Bereich

Als Grundlage für die folgenden Beispiele dient die Prämientabelle für den Tarif Private-Insuring LVL70 eines Luxemburger Unternehmens. Die Aufzählung nennt die Netto-Jahresprämie nach Abzug des Rabattes aus dem Risikoüberschuss für einen Vertrag mit einem Einmalbeitrag von Euro 250.000, was zu einer Risikoversicherungssumme von (10 % der Einmalprämie = ) 25.000 Euro führt. Diese Risikoversicherungssumme wird ab dem siebten Vertragsjahr linear bis zum planmäßigen Ablaufjahr des Vertrages gesenkt. Somit ist die Risikoprämie im letzten Vertragsjahr nur noch für eine Risikosumme von wenigen Euro zu kalkulieren.

Alter der VP / Jahresprämie in Vertrag mit Beitragssumme Euro 250.000 im ersten Jahr

10 Jahre:  5,00 Euro

20 Jahre: 7,50 Euro

30 Jahre: 20,00 Euro

40 Jahre: 35,00 Euro

50 Jahre: 90,00 Euro

60 Jahre: 235,00 Euro

Gegenüberstellung der Gestaltungsmöglichkeiten für die Risikoversicherung

Die folgenden Grafiken verdeutlichen den Kostenvorteil, der sich aus einer konsequenten Umsetzung des gesetzlichen Rahmens ergibt. Als Kalkulationsgrundlage dient wieder die Prämientabelle für Tarif Private-Insuring LVL70 eines Luxemburger Versicherungsunternehmens. Angesetzt ist jeweils der Nettobeitrag nach Abzug der Überschüsse. Als Einmalbeitrag für den Vertrag wird jeweils Euro 250.000 angenommen. Das Eintrittsalter ist 40 Jahre, die geplante Laufzeit 62 Jahre, also bis Ablaufalter 102. Der Unterschied in der Entwicklung des Nettobeitrags im Verhältnis zum kalkulierten Vermögenswert des Vertrages ergibt sich aus einer unterschiedlichen Gestaltung.

Denkmodell 1 (nicht zu empfehlen)

Die zusätzliche Leistung aus der Risikoversicherung ist ab Beginn (wie im Gesetz vorgegeben) zehn Prozent des Einmalbeitrags. Die jährliche Prämie wird als „technisch einjährige Prämie“ gemäß dem versicherungsmathematischen Todesfallrisiko für ein Jahr kalkuliert. Der Prämiensatz steigt damit mit zunehmendem Lebensalter an. Die Risikosumme bleibt gleich. Sie wird nicht – wie im Gesetz zugelassen – ab dem sechsten Jahr linear bis zum geplanten Ablauftermin gesenkt. Außerdem wird angenommen, dass der Vermögenswert des Vertrages nicht zunimmt (Null Wertzuwachs über die gesamte Laufzeit).

Folge: Die Risikoprämien steigen Jahr für Jahr, etwa ab Alter 70 stark progressiv, bis auf knapp 4 % jährlich, bezogen auf den Vermögenswert, der in dieser Darstellung dem Einmalbeitrag entspricht und nicht zunimmt.

Diese Gestaltung ist nicht zu empfehlen.

Denkmodell 2 (schon besser)

Wie Denkmodell 1, jedoch mit einer Veränderung: die versicherte Leistung wird – wie es der Rahmen des Gesetzes zulässt – ab dem sechsten Vertragsjahr bis zum planmäßigen Ablauf des Vertrags im Alter 102 Jahr für Jahr linear reduziert. Der rechte Teil der Grafik verdeutlicht, wie diese einzige Änderung den Nettobeitrag im Verhältnis zum (gleichbleibenden) Vermögenswert senkt.

Private-Insuring Risikosumme fallend - Ertrag Null

Denkmodell 3 (empfehlenswert)

Wie Denkmodell 2, jedoch mit einer weiteren Veränderung: wir unterstellen einen jährlichen Wertzuwachs des Versicherungsvermögens von sechs Prozent (mehr dazu unter dem Stichwort Wertzuwachs-Erwartungen). Im rechten Teil der Grafik verschwindet die Höhe der jährlichen Risikoprämie im unteren Rand der Skalierung.

Private-Insuring Risikosumme fallend - Ertrag 6 Prozent - 4 Prozent Skalierung

Die Grafik wird deswegen noch einmal mit einer kleineren Skalierung dargestellt,um die Höhe des jährlichen Nettobeitrags im Verhältnis zum Vermögenswert im Vertrag überhaupt sichtbar zu machen. Es wird deutlich, dass die Kombination der vom Gesetzgeber eingeräumten Gestaltungsmöglichkeiten mit einer technisch einjährigen Prämienkalkulation zu einer sehr niedrigen Prämie für die im Vertrag eingeschlossene Risikoversicherung führt. Im Beispiel liegt die Jahresprämie in allen Vertragsjahren deutlich unter 0,01 Prozent, bezogen auf den jeweiligen Vermögenswert im Vertrag.

Private-Insuring Risikosumme fallend - Ertrag 6 Prozent - 1 Prozent Skalierung - farbig

Fazit für den Bereich „Risikoversicherung“:
Dieser Kostenfaktor ist bei zweckmäßiger und gesetzeskonformer Gestaltung eines Privat-Insuring-Vertrages vernachlässigbar gering.