Der Altruist möchte andere Menschen uneigennützig unterstützen. Vielleicht hat er einen besonderen Grund, einen ganz persönlichen Beitrag – zum Beispiel zur Unterstützung von an Krebs erkrankten Menschen oder zur Förderung der Krebsforschung – zu leisten. Er bringt einen Teil seines Vermögens in einen steuerbegünstigten Private-Insuring-Vertrag ein mit dem Ziel, das hiermit erzielte Gesamtvermögen einem aus seiner Sicht sinnvollen Zweck zuzuführen.

Versicherungsnehmer ist er selbst, versicherte Person in der Regel auch er selbst. Bezugsberechtigt sind die Organisationen, die er mit seinem Vermögen unterstützen will. Auch Stiftungen, kirchliche oder gemeinnützige Organisationen können als Bezugsberechtigte benannt werden, desgleichen Kinderheime, Tierheime, Forschungsinstitute, … beliebige Empfänger, die der Altruist mit dem Vermögen, das er später einmal hinterlassen wird, unterstützen möchte. Gegebenenfalls greift der Altruist schon vor und wendet bestimmte Summen bereits zu Lebzeiten zu. Hierzu nutzt er sein Recht auf Teilentnahmen.

Wie unter dem Menüpunkte „steuergünstig“ erläutert, ist bei einer Teilentnahme stets nur der damit anteilig realisierte Unterschiedsbetrag steuerlich relevant. Erfolge die Teilentnahme nach Ablauf von 12 Vertragsjahren und hat der Versicherungsnehmer das 62. Lebensjahr vollendet, bleibt die Hälfte des anteiligen Unterschiedsbetrags steuerfrei. Die andere wird dann nicht der Abgeltungsteuer unterworfen, sondern erhöht den Gesamtbetrag der Einkünfte in dem aktuellen Jahr und unterliegt damit der individuellen Einkommensbesteuerung.

Beispiel:
Eine Teilentnahme von z.B. Euro 50.000 führte in dem benannten Beispiel zu einer Erhöhung des zu versteuernden Einkommens um Euro 17.205. Wenn aus der gesamten Teilentnahme von Euro 50.000 nun ein Teilbetrag dazu verwendet wird, eine Spende oder Zustiftung zu leisten und diese Spende oder Zustiftung steuerlich in voller Höhe steuerlich abzugsfähig ist, wird der gesamte Vorgang steuerlich neutral. Damit verbleiben dem Spender Euro 32.795 zur eigenen Verwendung. Mit Euro 17.205 unterstützt er – steuerlich abzugsfähig – eine gemeinnützige Organisation.

Über den Vorgang und die Höhe der verwendeten Summe kann jedes Jahr neu entschieden werden.

Vertragsgestaltung

Für den Altruisten steht die jederzeitige Verfügbarkeit über sein Vermögen im Vordergrund. Außerdem möchte er sicherstellen, dass dieser Teil seines Vermögens nach seinem Ableben direkt und unmittelbar an die von ihm bestimmten gemeinnützigen Organisationen oder auch private Empfänger ausbezahlt wird.

Versicherungsnehmer

ist er selbst.

Versicherte Personen

ist er selbst

Bezugsberechtigte

sind die Organisationen oder privaten Personen, die er unterstützen will.

Vertragslaufzeit

lange, so lange wie möglich.

Teilentnahmen

jederzeit, für jeden beliebigen Zweck, in jeder beliebigen Höhe.

Beispiel

Der Altruist möchte sicherstellen, dass nach seinem Ableben die von ihm bestimmten gemeinnützigen Organisationen oder Privatpersonen unterstützt werden. Er bestimmt deswegen diese Empfänger als Bezugsberechtigte der Auszahlung für den Todesfall. Dies kann eine bestimmte Organisation sein oder auch mehrere. Seine Weisung kann er während der Vertragsdauer jederzeit ändern.

Während der gesamten Vertragsdauer kann er außerdem jederzeit über sein Vermögen verfügen, für jeden beliebigen Zweck. Er ist nicht daran gebunden, die Entnahmen nur für einen bestimmten Zweck zu verwenden, wie dies bei einer gemeinnützigen Stiftung der Fall wäre. Gleichwohl kann er mit seinen Teilentnahmen jederzeit gemeinnützige Zwecke unterstützen.

Vertragsentwicklung bei einer angenommenen Netto-Rendite von 4 %:

  • Start des Vertrages mit 50 mit einer Einmalzahlung von Euro 500.000
  • Ab Alter 65 jährliche Entnahmen von Euro 30.000
  • Im Alter 90 (in diesem Beispiel) Auszahlung des Vertrages anlässlich Todesfall der versicherten Person an die im Vertrag benannte(n) gemeinnützigen Organisation(en), ggfls. Einbringung des Vermögens in eine Stiftung.11 Altruist Netto-Rendite 4 ProzentVertragsentwicklung bei einer angenommenen Netto-Rendite von 6 %:

Eine Erhöhung der Netto-Rendite von 4 auf 6 Prozent ermöglicht Auszahlungen in doppelter Höhe (jährlich Euro 60.000 statt nur Euro 30.000). Trotzdem steht später eine höhere Auszahlung zur Verfügung (über Euro 1,7 Millionen statt Euro 1,1 Millionen).

12 Altruist Netto-Rendite 6 ProzentHinweise zur Erzielung einer guten Rendite unter dem Menüpunkte „rentabel“ und „Musterportfolios“

Kalkulationsgrundlagen für dieses Beispiel