Einsatzmöglichkeiten von Private-Insuring

Mit einem Private-Insuring-Vertrag können Sie unterschiedlichste Ziele erreichen. Nutzen Sie hierzu die mannigfachen Möglichkeiten, die sich durch eine passgenaue Kombination von

  • Versicherungsnehmer
  • Versicherter Person
  • Bezugsberechtigtem
  • Vertragslaufzeit
  • Zusammensetzung des Portfolios

gestalten lassen.

Lebensbegleitend dank hoher Flexibilität

Sie können die Vertragsgestaltung jederzeit verändern. Damit wird ein Private-Insuring-Vertrag ein lebensbegleitendes Investment, das Sie flexibel an sich ändernde Lebensumstände anpassen können. Stichworte hierzu sind:

  • Zuzahlungen:
    sind jederzeit möglich. Damit erhöhen Sie das steuerbegünstigte „Vermögen für später“, wann immer Sie die Liquidität hierfür zur Verfügung haben.
  • Beitragsfreistellung:
    ist jederzeit möglich. Damit können Sie für Verträge mit laufender Beitragszahlung zunächst einmal für eine längere Zeit Einzahlungen vorsehen. Sollte das Einkommen sinken, stellen Sie die Beitragszahlung einfach ein.
  • Entnahmen:
    sind jederzeit möglich. Wann immer Sie zusätzliche Liquidität wünschen, fordern Sie eine Teilauszahlung aus dem Vertrag an.
  • Änderung des Anlageportfolios:
    ist monatlich möglich. Vielleicht starten Sie mit Blick auf eine lange Anlagedauer mit einem aggressiven Portfolio. Mit Näherrücken der Entnahmezeit schichten Sie um, um die Volatilität des Portfolios zu reduzieren.
  • Änderung des Bezugsrechts:
    ist jederzeit möglich. Vielleicht möchten Sie ein weiteres Familienmitglied in den Kreis der Bezugsberechtigten aufnehmen – oder Personen außerhalb der Familie, Institutionen, eine Stiftung, einen Verein, … Ein einfaches Schreiben genügt.
  • Austausch des Vertragsinhabers:
    ist jederzeit möglich. Damit können Sie den gesamten Vertrag inklusive der darin enthaltenen Vermögenswerte an eine andere Person übertragen. Vielleicht möchten Sie den Vertrag einem Familienmitglied schenken und damit Freibeträge bei der Schenkung- und Erbschaftsteuer (die alle zehn Jahre erneut aufleben) bereits frühzeitig nutzen.

Mit den Beispielen lernen Sie einige Gestaltungsmöglichkeiten näher kennen. Haben Sie eine bestimmte Vorstellung, ein bestimmtes Ziel, das Sie mit „Ihrem“ Private-Insuring-Vertrag erreichen wollen? Schreiben Sie mir ein Mail. Ich werde so rasch wie möglich antworten.

Rechenweg für die Beispiele

Alle Beispiele in den Untermenüpunkten wurden gemäß folgender Systematik berechnet:

  • Einzahlungen: jeweils zum 1.1. eines Jahres
  • Auszahlungen: jeweils zum 1.1. eines Jahres
  • Steuerliche Belastung des Vermögenszuwachses im Vertrag: keine.
    Der Vermögenszuwachs in den aufgeführten Beispielen wurde nicht mit einem Steuerabzug belastet. Dies entspricht der steuerlichen Behandlung von gesetzeskonform gestalteten Private-Insuring-Vertragen wie auf dieser Webseite empfohlen: Der Vermögenszuwachs im Vertrag wird nicht besteuert. Steuerpflichtig sind erst die anteiligen Erträge, die mit den Auszahlungen realisiert werden – und diese ebenfalls nur zur Hälfte – oder gar nicht. (siehe Menpunkt „steuergünstig“)

Rendite-Annahme in den Beispielen

Alle Beispiele sind alternativ mit einer angenommenen Rendite von vier und sechs Prozent, netto, nach Abzug aller Kosten, berechnet.
Dies setzt – je nach den Kosten des gewählten Anbieters und Tarifs und der gewählten Vermögensanlagen – eine Brutto-Wertzuwachsrate des Anlageportfolios von 5 bis 6 Prozent bzw. 7 bis 8 Prozent voraus. Grundsätzliche Hinweise zur Zusammenstellung eines rentablen Anlageportfolios für einen langen Anlagezeitraum lesen Sie unter dem Menüpunkt „rentabel“. Ideen zur Zusammenstellung eines Portfolios einschließlich der jeweils damit erzielten Anlageergebnisse finden Sie unter „Musterportfolios“.

Wie wichtig die Rendite für die langfristige Wertentwicklung eines Private-Insuring-Vertrages ist, wird im direkten Vergleich der Wertentwicklung zweier Verträge mit angenommenen vier und sechs Prozent Nettorendite deutlich. Über einen langen Anlagezeitraum (bei Private-Insuring sprechen wir stets über einen langen Anlagezeitraum!) führen bereits zwei Prozentpunkte Renditeunterschied zu dramatisch unterschiedlichen Ergebnissen.

Die beiden folgenden Grafiken stellen jeweils die Entwicklung einer Einmalanlage von Euro 250.000 dar, die im Alter von 40 Jahren geleistet wurde und bis zum planmäßigen Vertragsablauf (in diesem Beispiel ein Tarif bis Alter 102) ohne weitere Einzahlung und ohne Entnahmen weiterläuft. Die beiden Vertragsverläufe unterscheiden sich nur in einem einzigen Punkt:

Der Vertrag in der ersten Grafik erzielt vier Prozent Rendite – der Vertrag in der zweiten Grafik dagegen zwei Prozentpunkte mehr, somit sechs Prozent Rendite.

Grafik: Einmalanlage Euro 250.000 mit vier Prozent Netto-Rendite

02 Grundsatzbeispiel mit 4 Prozent Rendite ohne Entnahmen

Grafik: Entwicklung einer Einmalanlage Euro 250.000 mit sechs Prozent Netto-Rendite03 Grundsatzbeispiel mit 6 Prozent Rendite ohne Entnahmen

Selbstverständlich wird die Wertentwicklung eines Private-Insuring-Vertrages niemals so gleichmäßig verlaufen. Selbstverständlich wird der Vertrag auch immer wieder Veränderungen unterliegen: einmalige oder laufende Zuzahlungen, Entnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten, Änderungen des Anlageportfolios (insbesondere zur Reduzierung der Volatilität einige Zeit vor größeren Entnahmen), … beeinflussen die Wertentwicklung. Eines wird mit dem vorstehenden Vergleich jedoch sehr deutlich: es lohnt sich, über die Zusammensetzung des Anlageportfolios nachzudenken, um jede vernünftige Chance auf eine höhere Rendite zu nutzen. Nur zwei Prozentpunkte mehr Rendite erhöhen das Ergebnis über den langen Anlagezeitraum von 3 auf 10 Millionen Euro!

Ergänzende Informationen hierzu: siehe Menüpunkte „rentabel“ und „Musterportfolios“

Alle Beispiele auf den folgenden Seiten sind Projektionen, die auf Annahmen und Erwartungen beruhen. Es sind keine zugesicherten Eigenschaften und keine Garantien.  

 

Verzicht auf Renditechancen führt langfristig zu geringem Wertzuwachs

Zur Abrundung vergleichen wir noch die Entwicklung der gleichen Einmalanlage Euro 250.000 unter der Annahme, dass die Netto-Rendite über den gesamten Zeitraum nur zwei Prozent betragen würde. Für einen Anleger, der sein Anlageportfolio so ausrichten möchte, dass Wertschwankungen über den gesamten Anlagezeitraum möglichst gering bleiben, mag es neben der Rendite-Erwartung andere Gründe geben, einen Private-Insuring-Vertrag abzuschließen.

Es gibt allerdings für jeden Anleger gute Gründe, zur Vorbereitung von größeren Entnahmen auf ein sehr schwankungsarmes Portfolio umzustellen und damit bewusst mit einer Teilsumme und für eine gewisse Zeit auf besondere Renditechancen zu verzichten. Dies ist auch der Unterschied zwischen einem Private-Insuring-Vertrag wie auf dieser Webseite beschrieben und einem konventionellen Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag: Hier entscheidet der Versicherungsnehmer selbst, ob und über welchen Zeitraum er bewusst auf Rendite verzichtet, um das Risiko von Wertschwankungen (natürlich vor allem einen Wertrückgang) gering zu halten. Bei einem konventionellen Versicherungsvertrag hat der Anleger keinen Einfluss auf die Zusammenstellung des Anlageportfolios. (siehe auch News vom 22-10-2015 – Zinszusatzreserve schmälert Rendite …)

Grafik: Entwicklung einer Einmalanlage Euro 250.000 mit zwei Prozent Netto-Rendite

01 Grundsatzbeispiel mit 2 Prozent Rendite ohne Entnahmen